LEHMANNs Gastronomie - Verpflegung für Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen

Bio-Lebensmittel werden immer beliebter

Die Bezeichnungen Bio und Öko haben längst ihr muffiges Müsli-Image verloren. Fast jeder Supermarkt hat inzwischen eine Bio-Abteilung. Auch in der Kinder- und Schulverpflegung hält der Trend zu immer mehr Bio an. In vielen Ausschreibungen wird explizit der Einsatz von Bio-Lebensmitteln gefordert beziehungsweise vorgegeben.

Wo Bio drauf steht, ist auch Bio drin

Seit 1992 stehen die Worte „Bio“ und „Öko“ unter dem Schutz der EG-Öko-Verordnung. Die Begriffe biologisch oder ökologisch dürfen nur benutzt werden, wenn mindestens 95 % der Zutaten nach den Richtlinien der EG-Öko-Verordnung erzeugt wurden. Die Verordnung gibt auch vor, welche Zusatzstoffe und Hilfsstoffe enthalten sein dürfen. Die synonym zu verstehenden Begriffe „Bio“ und „Öko“ sind also gesetzlich geschützt.

Daneben gibt es eine Reihe von Bezeichnungen, die zwar nach Bio klingen, es aber nicht sind. Dazu gehören „alternativ“, „integriert“, „umweltschonend“, „natürliche Herstellung“, „kontrollierter Anbau“ oder „umweltfreundlich“.

Durchblick im Logowald

Bio-Logo der EU

Das EU-Bio-Logo und das sechseckige staatliche Bio-Siegel stehen für denselben Inhalt: Sie kennzeichnen die Einhaltung der EU-Vorschriften für den ökologischen Landbau. Das EU-Bio-Logo ist seit dem 1. Juli 2010 verbindlich. Es gilt für alle verpackten, ökologisch erzeugten Lebensmittel, die in einem EU-Mitgliedsstaat hergestellt werden. In unmittelbarer Nähe zum EU-Bio-Logo muss die Codenummer der zuständigen Kontrollstelle angegeben werden. Für Bioprodukte, die in Deutschland kontrolliert werden, lautet die Kennzeichnung DE-Öko-0XX, wobei XX für die anerkannte Kontrollstelle steht. Unverpackte Bioprodukte, die aus der EU stammen oder importiert werden, können auf freiwilliger Basis mit dem Bio-Logo gekennzeichnet werden.

Die LEHMANNs Gastronomie GmbH ist seit dem Jahr 2008 bio-zertifiziert. Die Nummer der Kontrollstelle lautet DE-Öko-013.

Das deutsche Bio-Siegel

Das deutsche Bio-Siegel, das seit 2001 als freiwillige Kennzeichnung auf den Produkten zu finden ist und die Zeichen der ökologischen Anbauverbände, wie „Demeter“, „Naturland“ oder „Bioland“ sowie die Bio-Logos von Handelsmar- ken dürfen zusätzlich zu dem EU-Logo auf der Verpackung verwendet werden.

Ökologischer Landbau und die Umwelt

Im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft hat der ökologische Landbau deutliche Vorteile für die Umwelt. So wird durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel der Boden und das Grundwasser entlastet. Der vorsichtigere Einsatz von Bekämpfungsmitteln gegen Unkraut und Insekten schützt die Artenvielfalt in der Natur. Der biologisch bewirtschaftete Boden ist in der Regel gesünder, humusreicher und kann mehr Wasser speichern. Die Öko-Flächen sind erheblich artenreicher: integrierte Hecken, Tümpel und Streuobstwiesen bieten Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Der Öko-Landbau leistet somit einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Sind Bio-Lebensmittel gesünder?

Bisher ist nicht nachgewiesen, ob Bio-Lebensmittel tatsächlich mehr Vitamine oder andere Nährstoffe enthalten als konventionelle Produkte. Das Problem besteht in der Vergleichbarkeit. Die Inhaltsstoffe, beispielsweise eines Apfels, sind schon von Sorte zu Sorte verschieden. Belegt ist, dass die Nährstoffgehalte in erster Linie durch die Bodenbeschaffenheit, die Witterung (Sonneneinstrahlung, Niederschlag), den Reifegrad bei der Ernte sowie die Lager- und Transportzeiten beeinflusst werden. Die Anbauweise spielt nach jetzigem Kenntnisstand kaum eine Rolle.

Vorteilhaft für die Pflanzen im ökologischen Landbau wirkt sich aus, dass sie mehr Zeit zum Reifen haben. Deshalb enthalten Bio-Gemüse und Bio-Obst weniger Wasser, schmecken intensiver und haben im Allgemeinen einen höheren Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen.

Biologisch erzeugte Lebensmittel sind teurer

Der höhere Preis für Bio-Produkte hat folgende Ursachen:

• Ergänzungsfutter, Saatgut, natürliche Pflanzenschutzmittel und Zuchttiere in Bioqualität kosten mehr

• Die Anbaumethoden sind arbeits- und zeitaufwändiger, etwa durch den mechanischen Pflanzenschutz

• Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel fallen die Ernteerträge geringer aus

• Ein Drittel der Fläche wird mit Hülsenfrüchten bebaut. Diese Flächen entfallen für den Anbau

• Bio-Bauern halten, bezogen auf die Fläche, weniger Tiere

• Die Fütterungsvorschriften führen zu längeren Mastzeiten und geringeren Milchmengen

• Bio-Bauern müssen für die regelmäßigen strengen Kontrollen Gebühren bezahlen

• Die meisten Landwirte sind kleine Firmen mit wenig effektiven Vermarktungsstrukturen

Der Preisunterschied zu konventionellen Produkten fällt geringer aus, wenn die Lebensmittel möglichst direkt beim Erzeuger (regional), gering verarbeitet und jahreszeitlich angepasst eingekauft werden.

LEHMANNs und Bio

LEHMANNs setzt seit Jahren Bio-Lebensmittel bei der Zubereitung des Essens ein. Schon seit dem Jahr 2008 ist LEHMANNs biozertifiziert. Auf den Speiseplänen sind die Bio-Gerichte besonders gekennzeichnet. Mit Inbetriebnahme der neuen Frischküche für Kinderessen im Februar 2018 wurde das Angebot an Bio-Gerichten stark ausgebaut. In Zukunft wird sich der Fokus noch mehr auf die Verwendung von Bio-Lebensmitteln richten. Neben Bio-Nudeln und Bio-Kartoffeln werden beispielweise verschiedene Gemüse- und Obstsorten sowie Soßen als Bio-Speisen angeboten. Lebensmittel in Bio-Qualität werden von regional ansässigen Bauern sowie Bio-Händlern bezogen.