Interview: Barbara Faßbender, Leitung der LEHMANNs Catering GmbH

    Barbara Faßbender ist bereits seit 2010 für LEHMANNs tätig und leitet seit 2020 die Catering GmbH. Im Interview verrät sie, in welchen Bereichen sie zuvor gearbeitet hat, wie ihre Arbeit als Leiterin aussieht und was sich bei LEHMANNs seit ihrer Leitung geändert hat.

     

    Frau Faßbender, wie sind Sie zu LEHMANNs gekommen und in welchen Bereichen haben Sie gearbeitet, bevor Sie die Leitung der Catering GmbH im Jahr 2020 übernommen haben?

    Ich habe mich 2010 auf eine Anzeige von LEHMANNs beworben, in der die Stelle einer Mensaleitung ausgeschrieben war. Diese Stelle habe ich bekommen. 2010 habe ich in einer Mensa in Oberpleis begonnen für LEHMANNs zu arbeiten. 2015 bin ich in den Außendienst der Kundenbetreuung gewechselt. Ich habe unsere Kundinnen, also die Kitas und Grundschulen, vor Ort betreut und Kinderaktionen wie Grillen im Sommer oder Plätzchen backen in der Weihnachtszeit eingeführt. 2020 habe ich die Leitung der LEHMANNs Catering und damit die Leitung der weiterführenden Schulen, die wir mit eigenen Mitarbeiterinnen bewirtschaften, übernommen.

    Für was sind Sie als Leiterin der Catering GmbH zuständig? Was sind Ihre Aufgaben?

    Die Aufgaben sind vielfältig. Oberste Priorität hat die Qualitätssicherung auf allen Ebenen, vor allem in den Bereichen Geschmack und Hygiene. Dabei müssen die Mitarbeiterinnen in den Mensen der Schulen mitziehen. Hier gilt es ein offenes Ohr für jede/n Einzelne/n zu haben. Die Mitarbeiterinnen müssen viel leisten, die reine Ausgabe ist nur ein geringer Teil der Arbeit. Es gilt die Mitarbeiter*innen zu führen, anzuleiten, zu motivieren und zu „pflegen“. Ein respektvoller Umgang und die Anerkennung der Leistung, auch mal durch ein Blümchen zum Frühlingsbeginn oder einen Schokohasen zu Ostern, sind wichtig.

    Zu meinen Aufgaben gehört auch die Kontaktpflege zu Städten, Kommunen und den Schulleitungen. Die Teilnahme an Elternabenden oder Mensaräten ist für mich Pflicht. Das engere Führungsteam, meine Stellvertreterin, die beiden Gebietsleiterinnen der weiterführenden Schulen und ich, versuchen vor allem im Kioskbereich, die Attraktivität des Angebots zu erhöhen und entwickeln dafür absatzfördernde Maßnahmen. Dazu gehörten in der Vergangenheit die Einführung des „Snack des Monats“ und weiterer neuer Produkte. Wir versuchen im Team das Thema Nachhaltigkeit voranzubringen. Dazu gehört auch die Minimierung der Speisereste und die Reduzierung der Kunststoffverpackungen.

    Weitere Aufgaben sind das Controlling, die Betreuung der Technik vor Ort und die Modernisierung der Kassen. Auch das Führungsteam muss geführt werden. Wir stehen in ständigem Telefonaustausch und treffen uns ein Mal pro Woche zu einem längeren Meeting. Dabei werden beispielsweise Abläufe diskutiert oder Innovationen besprochen. Wenn der Krankenstand zu groß wird, helfe ich hin und wieder auch praktisch in den Schulen aus.

    Was hat Sie gereizt, die Leitung der LEHMANNs Catering GmbH zu übernehmen?

    Ich nehme gerne Herausforderungen an und es macht mir Spaß zu leiten und Verantwortung zu übernehmen. Ich mag es, etwas bewegen zu können und sichtbare und messbare Fortschritte zu erzielen. Dazu arbeite ich gerne mit Menschen zusammen. Alle diese Eigenschaften konnte ich für die neue Aufgabe einbringen. Hinzu kam das Vertrauen der Geschäftsführung in meine Person, dass ich die Aufgabe meistern würde.

    Was haben Sie seit 2020 geändert oder neu eingeführt?

    Unser wichtigstes Anliegen war, die Mitarbeiterinnen in den Mittelpunkt zu rücken. Loben ist wichtig, aber hin und wieder Anerkennung auch materiell auszudrücken, macht dann doch noch mal einen Unterschied. So gibt es die schon erwähnten Blümchen oder für alle Mitarbeiterinnen eine Bonuskarte, mit der eingekauft oder getankt werden kann.

    Wir haben alle Arbeitsabläufe in den rund 20 weiterführenden Schulen analysiert und vereinfacht. Wir konnten überflüssige Wege und Arbeiten einsparen. Des Weiteren haben wir ein neues Vorbestellsystem und ein neues Kassensystem eingeführt.

    Auch haben wir das Thema Nachhaltigkeit angepackt. Das war schon aufgrund der gesetzlichen Änderungen bei den Einwegverpackungen erforderlich. Zukünftig wollen wir noch mehr vereinheitlichen und vereinfachen, um auch die Fehlerquote, die in letzter Zeit schon deutlich zurückgegangen ist, noch weiter zu senken. Wir werden neue Produkte einführen und die Qualität soll stetig verbessert werden.

    Welche drei Dinge sind Ihnen für Ihre Aufgabe besonders wichtig und worüber ärgern Sie sich?

    Fleiß, Genauigkeit und Rücksichtnahme sind mir wichtig. Ich verlange von den mir unterstellten Mitarbeiterinnen nur das, was ich auch selber machen würde, beziehungsweise könnte. Alles richtig vorzuleben und damit ein gutes Vorbild zu geben, sind von Bedeutung. Ich ärgere mich, wenn Mitarbeiterinnen die gemachten Vorgaben nicht einhalten und dadurch Folgefehler entstehen. Auch unbegründete Beschwerden sorgen bei mir für Unmut.

    Vervollständigen Sie bitte die folgenden Satzanfänge. „Ich arbeite bei Lehmanns…“

    …weil ich einen fairen Arbeitgeber habe, der auch in Krisenzeiten da ist und zu mir steht. Das gilt für persönliche Schwierigkeiten ebenso wie die Coronakrise.