Jahreszeiten und Appetit: Warum Kinder im Winter anders essen als im Sommer

Je nach Jahreszeit verändert sich, worauf Kinder Appetit haben. Während sie an heißen Tagen oft weniger Hunger verspüren, darf es in der kalten Jahreszeit gern etwas Deftigeres sein. Aber warum ist das so?

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Wärme und Kälte unseren Appetit beeinflussen, worauf es im Sommer und Winter bei der Ernährung ankommt und wie Familien saisonale Ernährung im Alltag nutzen können.

So beeinflusst die Temperatur unseren Appetit

Im Sommer haben Kinder oft weniger Hunger als im Winter. Bei hohen Temperaturen muss der Körper weniger Energie aufwenden, um warm zu bleiben. Das führt dazu, dass der Appetit auf schwere, warme Mahlzeiten abnimmt. Stattdessen haben sie Lust auf frische, wasserreiche Lebensmittel und leichte Kost.

Im Winter dagegen läuft der Körper auf Hochtouren, um die Körpertemperatur zu halten. Das gilt vor allem für Kinder, die viel an der frischen Luft unterwegs sind. Dafür braucht ihr Körper mehr Energie und Kinder verspüren automatisch mehr Hunger auf warme, nahrhafte Gerichte.

Essen im Sommer: leichte Kost und viel trinken

Wenn die Temperaturen steigen, braucht der Körper vor allem Flüssigkeit. Kinder sollten im Sommer regelmäßig trinken, am besten Wasser oder ungesüßten Tee. Auch wasserreiches Obst und Gemüse, wie Melonen und Gurken, tragen zur Flüssigkeitszufuhr bei. Leichte Mahlzeiten wie Salate, kalte Suppen oder Gemüse- und Obstspieße sind jetzt ideal. Sie belasten den Körper nicht und liefern dennoch viele Nährstoffe.

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Ein weiterer Tipp: Gemeinsam mit Kindern einen großen Wasserspender mit Fruchtscheiben und Kräutern füllen. So können sie sich ihre Sommergetränke ganz einfach selbst abfüllen. Das macht Spaß und sorgt dafür, dass Kinder genügend trinken.

Essen im Winter: Wärme und Energie tanken

Im Winter darf es ruhig etwas kräftiger zugehen – schließlich braucht der Körper nun mehr Energie. Wärmende Gerichte wie Suppen, Aufläufe oder Eintöpfe werden jetzt besonders gern gegessen. Wichtig sind jetzt außerdem nährstoffreiche Lebensmittel, um das Immunsystem zu stärken, denn der Winter ist Hochsaison für Erkältungen.

Vitamin C ist wohl das bekannteste Vitamin, wenn es um die Stärkung des Immunsystems geht. Besonders reich an Vitamin C sind Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen, aber auch Paprika, Brokkoli, Spinat und Hagebutten enthalten viel Vitamin C.

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Ein weiterer Tipp: Zusammen eine heiße Gemüsesuppe oder einen warmen Früchtetee zubereiten und genießen. Das wärmt nicht nur von innen, sondern schafft gemeinsame Momente in der dunklen Jahreszeit.

Saisonal essen: So bekommen Familien das Beste aus jeder Jahreszeit

Je nach Jahreszeit haben andere Lebensmittel Saison. Und diese passen auch ganz hervorragend zum veränderten Appetit der Kinder. Während im Sommer Beeren, Melonen, Gurken & Co. Saison haben, kommen ab dem Herbst wieder Kürbisse, Brokkoli oder Rote Bete auf den Tisch.

Wer sich saisonal ernährt, profitiert gleich mehrfach: Obst und Gemüse aus der Saison sind frischer, schmecken intensiver und enthalten mehr Vitamine. Außerdem sind sie umweltfreundlicher, weil sie ohne lange Transportwege auskommen.

Ein Saisonkalender in der Küche hilft, den Überblick zu behalten.

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Ob Sommer oder Winter: Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Geschmack. Während im Sommer frische, leichte Gerichte und ausreichend Trinken im Vordergrund stehen, darf es im Winter vitaminreich, warm und sättigend sein. Wer saisonale Lebensmittel wählt, isst automatisch gesünder und bringt mehr Vielfalt in den Familienalltag.