Frischer Basilikum auf der Pasta, Schnittlauch auf dem Butterbrot oder Minze im Sommergetränk: Kräuter gehören für viele Menschen ganz selbstverständlich zu guter Küche dazu. Besonders Kräuter auf der Fensterbank machen frische Aromen im Alltag jederzeit verfügbar und bringen ein kleines Stück Natur direkt in die Küche.
Vor allem für Kinder kann ein kleiner Kräutergarten ein spannender Einstieg in die Welt frischer Lebensmittel sein. Sie erleben, wie Kräuter wachsen, wie unterschiedlich diese riechen und wie groß der Unterschied zwischen getrockneten Gewürzen und frisch geernteten Kräutern tatsächlich ist. Für einen kleinen Kräutergarten braucht es weder einen Garten noch viel Platz. Eine Fensterbank und wenige Töpfe reichen aus.
In diesem Blogbeitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie frische Kräuter ganz einfach auf der Fensterbank anbauen können.
Damit Kräuter gesund wachsen, müssen einige grundlegende Bedingungen stimmen.
Wer zum ersten Mal Kräuter auf der Fensterbank anzieht, sollte mit robusten und pflegeleichten Sorten beginnen. Besonders unkompliziert sind Basilikum, Schnittlauch und Minze. Sie wachsen vergleichsweise schnell und werden regelmäßig in der Küche verwendet
Basilikum ist als Küchenkraut sehr beliebt. Für die Anzucht benötigt Basilikum vor allem Wärme und viel Licht. Ein heller Platz am Südfenster ist ideal. Die Samen werden nur leicht mit Erde bedeckt und sollten während der Keimzeit gleichmäßig feucht gehalten werden.
Wichtig ist außerdem, Basilikum regelmäßig zu ernten. Statt einzelne Blätter abzuzupfen, sollten ganze Triebspitzen knapp über einem Blattpaar abgeschnitten werden. Dadurch wächst die Pflanze buschiger nach.
Basilikum passt gut zu Pastasoßen oder Tomate-Mozzarella-Salaten.
Schnittlauch zählt zu den unkompliziertesten Kräutern für die Fensterbank. Er wächst schnell, ist robust und benötigt vergleichsweise wenig Pflege. Schnittlauch bevorzugt leicht feuchte Erde und kommt auch mit halbschattigen Standorten gut zurecht. Zu starke Mittagssonne verträgt er meist weniger gut.
Regelmäßiges Ernten fördert das Wachstum. Die Halme sollten dabei einige Zentimeter über der Erde abgeschnitten werden, damit neue Triebe nachwachsen können.
Frisch von der Fensterbank schmeckt Schnittlauch besonders lecker auf Brot mit Butter oder Frischkäse.
Minze ist nicht nur aromatisch, sondern auch erstaunlich wuchsfreudig. Im Gegensatz zu mediterranen Kräutern bevorzugt Minze oft einen etwas kühleren und nicht zu sonnigen Standort. Ein Ost- oder Westfenster eignet sich daher meist besser als direkte Mittagssonne.
Die Erde sollte nie vollständig austrocknen. Minze benötigt etwas mehr Wasser als viele andere Kräuter. Gleichzeitig sollte Staunässe vermieden werden. Da Minze sehr stark wächst, empfiehlt sich ein eigener Topf. Im Garten verdrängt sie häufig andere Pflanzen – auf der Fensterbank bleibt sie im einzelnen Gefäß besser kontrollierbar.
Frische Minze eignet sich nicht nur für Tee, sondern auch für sommerliche Getränke. Inspiration dafür finden Sie in unserem Beitrag zu zuckerfreien Sommergetränken mit einfachen Rezepten.
Auch pflegeleichte Kräuter reagieren empfindlich, wenn grundlegende Bedingungen nicht stimmen. Zu den häufigsten Fehlern gehören:
Wer einmal mit Kräutern auf der Fensterbank begonnen hat, möchte oft nicht mehr darauf verzichten. Viele Sorten lassen sich über Monate hinweg ernten und bringen auch in der dunkleren Jahreszeit frisches Grün in die Küche. Überschüssige Kräuter können außerdem getrocknet oder eingefroren werden. Besonders Schnittlauch und Minze eignen sich gut zum Konservieren.
Schon wenige Töpfe reichen aus, um das Kochen abwechslungsreicher und aromatischer zu gestalten. Gleichzeitig bringt die eigene Kräuteranzucht ein kleines Stück Natur in den Alltag – direkt auf die Fensterbank.
Gerade Kinder entdecken durch frische Kräuter neue Geschmäcker besonders spielerisch. Passend dazu zeigen wir in unserem Beitrag zu vegetarischen Rezepten für Kinder einfache Ideen für den Familienalltag.